Wasch mir den Pelz!

Nachdem durch die Unbeherrschtheit des Herrn Voss die Menschenrechte aus seinem Hinterkopf gepurzelt waren und die gesamte Schwarzenbeker Delegation in Gefahr gebracht hatten, findet sich nun heute kein einziger Tagebucheintrag des eingefetteten, sorry: eingebetteten Journalisten Jürgensen mehr. Wir müssen also das Schlimmste befürchten! Die Truppe wurde ins Flugzeug gesetzt und zu uns zurückgeschickt…

 

Darf man öffentlich sogar verhöhnen: die Merkel SR1

Ja, das war jetzt böse. Überhaupt findet so mancher den Blog zu böse. Ganz besonders schlimm finden viele der Kritiker, wenn hier Namen genannt werden. Na klar, wenn es um Mutti Merkel & Co. geht, wenn Prominenten auf den Pelz geschaut wird, wenn Walter Mixa sich an Messdienern und Margot Käßmann sich am Messwein vergreift, dann ist das etwas ganz anderes. Selbst wenn Bürgermeister Ruppert alle Chinesen zu Everybody’s Darling erklärt oder sich öffentlich beim Landtagsabgeordneten Matthießen fürs gemeinsame Einpudern bedankt; wenn Rainer Voss als Allzweckwaffe und Feigenblatt mal jubeln, mal Menschenrechtsfragen im Hinterkopf haben muss, dann ist das mit der Öffentlichkeit kein Problem. Wenn man aber als Nichtjournalist Handlungsweise oder Äußerungen einer Person öffentlich kritisiert und dabei den Namen der Person nennt, dann gehört sich das nicht.

Den eher nicht...

Ich stimme sogar zu. Aber nur, wenn es zum Beispiel um einen Typen geht, der trotz der Aufforderung, auf dem rauchfreien Bahnhof doch bitte nicht zu rauchen, frech weiter qualmt. Wüsste ich nun dessen Namen und posaunte ihn ungefragt aus, dann hätte das etwas von einem öffentlichen Pranger und wäre unentschuldbar. Nebenbei: Bei vermuteten, befürchteten Kinderschändern hat die Allgemeinheit kein so großes Problem, da ist Hexenjagd erlaubt. Aber das ist ein anderes Thema. Was, wenn sich nun mein anonymer Raucher, z.B. per Leserbrief mit vollem Namen zu seinem Tun bekennte und vielleicht sogar noch erklärte, künftig auch noch Zigarren und Pfeife gleichzeitig auf dem Bahnhof rauchen zu wollen? Dürfte man dann über Herrn Schmöker schreiben, was für ein schlimmer Stinker er ist? Ja, findet wiederum die übergroße Mehrheit, na klar darf man das, der hat sich doch selbst dahingehend erklärt.

Aha, denke ich, solange Schwarz und Weiß so einfach zu trennen sind, sind sich alle einig. Wehe aber, wenn wir in die Grauzone und damit in die hauptsächlich anzutreffende Farbenwelt eintauchen. Wenn ich nun den in der offiziellen Delegation Schwarzenbeks eingebetteten Journalisten für seine geschmeidigen Artikel und dafür kritisiere, dass er vor Ort in China doch nur Stellungnahmen der Mitgereisten kolportiert, dann juckt das nur Wenige. Auch dass der Herr Ruppert sein Fett abbekommt, freut sogar einige, selbst wenn sie es öffentlich niemals eingestünden. Aber was ist mit den ebenso netten, nur nicht ganz so exponierten Menschen wie den ehrenamtlichen Politiker/innen oder den Verwaltungsangestellten oder gar Privatpersonen wie dem Bürgermeister von Ratzeburg? Spätestens das wird regelmäßig nicht mehr goutiert.

Wie jetzt? Ohne mich dabei nass zu machen?

Wieso eigentlich? Die machen nichts anderes, als mein virtueller Herr Schmöker. Die drängen sich in die erste Reihe, um vor aller Welt (na ja, Schwarti halt) zu erklären, was sie für richtig oder auch nicht für richtig erachten. Ja, genau, ganz genau so wie ich in und mit diesem Blog. Und da meine Kritiker in aller Regel gar kein Problem damit haben, nicht nur meine Meinung nicht zu teilen, sondern auch noch meine Person öffentlich herabzusetzen, sollte das doch auch umgekehrt kein Problem für sie sein. Wobei ich Wert darauf lege, die Personen nicht anzutasten. Sollte sich dennoch jemand persönlich beleidigt fühlen, bäte ich dringend um Kontaktaufnahme. Ich stünde nicht an, mich zu entschuldigen, sollte ich im Eifer des Gefechtes über die Stränge geschlagen haben. Wenn allerdings jemand öffentlich eine Dummheit äußert, zögere ich ebenso wenig, diese auch so zu bezeichnen. So schlimm ist das ja auch nicht. Ich selbst gebe auch immer wieder Dummheiten von mir und bin froh, wenn man mir das sagt.

Selbst die Gemeindeordnung sieht keinen Grund, die Öffentlichkeit auszuschließen, nur weil der zu behandelnde Umstand für jemanden peinlich sein könnte. Wissen Sie, das ist wie mit dem Fraktionsvorsitzenden der Grünen. Der wollte mir gerichtlich u.a. untersagen lassen, ihn der Lüge zu bezichtigen. Der Richter ist da ganz cool geblieben. Der hat nur gemeint, er hätte halt nicht lügen sollen. So einfach ist das manchmal tatsächlich.

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