Lange Nasen in China

Hat nichts damit zu tun, sieht aber cool aus

Wenn Sie bislang nicht wussten, wohin mit den lästigen Menschenrechten, hat der Bürgermeister von Ratzeburg (Rainer Voss) jetzt eine prima Kopfschmerztablette für Sie: Ab damit in den Hinterkopf! Da habe er sie „stets“, versicherte der aufgeschlossene Humanist jetzt der Bergedorfer Zeitung und da sind sie wohl auch sicher untergebracht. Auch für den aufrechten Schwarzenbeker Wirtschaftsförderer Andreas Thiede hört spätestens bei diesem Thema die Freundschaft auf. „Bei offiziellen Terminen tabu“, habe er dafür „im privaten Kreis …  mit chinesischen Unternehmern sehr offen gesprochen“.

Andreas Thiede (li.) im Gespräch mit chinesischem Unternehmer

Soll man sich das so vorstellen? Wie privat kommt man denn zusammen und warum sollte es die Henker scheren, wenn sich die Profiteure des Systems das Kriegsgewinnlern gewissenbissfreier wünschten?

Mann, alles auf Chinesisch und sein Vertrag ist viel dicker als meiner. Wer ist der Typ überhaupt und wo ist mein Scheck?

Mit diesem Feigenblatt gewandet, widmet sich der ansonsten nackte (i.S. von schamlose) Höfling Jürgensen wieder der eigentlichen Aufgabe seiner volltönenden Tagesschau und kündet erneut vom Handelszentrum mit seinen tausend  Arbeitsplätzen. Auch wenn ich wieder als Kassandra und Nestbeschmutzer beschimpft werde und auch auf die Gefahr hin, mit dem Unken irgendwann auch mal Unrecht zu haben, prophezeie ich bestenfalls 150 Arbeitsplätze und davon mindestens 90 % für Chinesen, Vietnamesen und Inder.

Abgesehen davon wäre es sehr nett, wenn man gelegentlich erführe, wo denn das Thema Menschenrechte & Co. bei den Herren Ruppert, Beckmann und Delfs seine (letzte?) Ruhestätte gefunden hat. Dass ein kontaktfreudiger Ratzeburger und ein Förderer der Prostitution (wörtlich zu verstehen: öffentliche Preisgabe) wichtigere Interessen haben, ist ja ekelhaft genug, aber wie stehen Bürgermeister, Bürgervorsteher und der bürgerliche Christdemokrat dazu, mit Bürgermördern, Bürgerfolterern und Christenverfolgern Geschäfte zu machen? Geld stinkt ja bekanntlich nicht, aber wie gut kann es riechen, dass es den fauligen Pesthauch dieser Leute überdeckt?

So nah ist er dran gewesen, aber die Unterschrift hätte ihm zu denken geben sollen...

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