Elbmarsch

Ich sehe dich am Hang
und auf den Marschen
rechts und links
mit schwarzen Rindern
auf milchgrünen Wiesen
in nur mehr knöcheltiefem Nebel
vor Kulissen heiler Welt.

Die Luft ist kalt und klar
und hie und da
steigt Hausbrand auf
und in der relativen Ferne
summt der Motor dieser Stadt.

Die Kinder sind zur Schule
und Ehegatten längst
über die Autobahn
zur Hansestadt geeilt
die nur für diesen Zweck
erbaut erscheint.

Die Szenerie:
vollkommen friedlich;
ich atme durch.
Gleich ist es Zeit.

Noch kann die Erde
leicht gebrochen werden
und mein Kind
wird sich zur Ruhe legen.

Sein kleines Kraftwerk
ist erloschen.
Jetzt ist es still.
Ich lausche in die Ferne.

 

Foto von Hinnerk

 

P.S.: Das Schwarzenbeker Reginalbüro der Partei Die Linke lädt für Sonntag, 10. Oktober, um 15:00 Uhr zur Diskussion in die Hamburger Straße 17 ein. Als Referentin ist die Sprecherin der Bürgerinitiative gegen Leukämie eingeladen. Das soll keine Parteienwerbung sein, ich habe mit der Linken nichts am Hut. Zwischen 1990 und 2006 sind jedoch in der Elbmarsch bei Geesthacht 16 Kinder an Leukämie erkrankt, vier gestorben. Das sind laut FAZ.net drei mal so viele, wie laut Statistik normal wäre. An dem Kraftwerk liegt es natürlich nicht, aber man darf sich ja mal wundern.

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