Wer zu spät kommt…

Kennen Sie den alten Witz, in dem der Maler in der Gemeindeverwaltung Basel anruft und darum bittet, die Rathausuhr abzustellen? Er sei damit beauftragt, diese zu streichen und der Stundenzeiger schlage ihm ständig den Pinsel aus der Hand!

Keine Ahnung, ob Heinz-Werner Rose von den Freien Wählern Schwarzenbek ursprünglich aus der Schweiz stammt, jedenfalls verspürt er „aberwitzigen Zeitdruck“ beim Kaufhausprojekt. Wie bitte? Wenn ich das recht erinnere, wird seit mindestens anderthalb Jahren mit Herrn Kiefaber verhandelt, dessen Projektierung stammt aus dem Januar 2009! Dem potentiellen Investor war das Objekt vor gut einem Jahr anhandgegeben worden. Nun ist die Anhandgabe „zwar rechtlich keine Verkaufszusage, in der faktischen Wirkung kommt sie ihr aber nahe“ (Kleines Kommunalpolitisches Lexikon, SGK Hamburg).

Eins, zwei, drei, im Sauseschritt...

Dessen Frist war am 31.12.2009 abgelaufen. Dennoch wurde weiter verhandelt und bleiben wir doch ehrlich, lieber Herr Rose: Wenn die CDU „wirklich“ hätte verkaufen wollen oder wenn auch nur die SPD sich einig gewesen wäre, dann hätte Herr Kiefaber am 09.07. den Zuschlag erhalten. Was genau sind also jetzt Ihre Bedenken? Was wurde versäumt, das jetzt mit noch mehr Zeit geheilt werden könnte?

Wer sich zu grün macht...

Als es um die Anhandgabe ging, hatte der Ortsverein der Bürger für Bürger einstimmig beschlossen, diese mit der Forderung nach einer zentralen Unterbringung des Jugendtreffs und einer anschließenden Ausschreibung des Objektes zu verknüpfen. Dem damaligen Fraktionsvorsitzenden Schirmacher hatte es gefallen, diese Punkte einfach unter den Tisch fallen zu lassen. Wie man hört, will er sie jetzt, nach seinem vierten oder fünften Parteiwechsel mittlerweile grün angestrichen, wieder aufgreifen.

Auch die FWS hätte schon können, nur muss man eben auch wollen, „wirklich wollen“, um Herrn Delfs zu zitieren. Mein Eindruck ist: Man will eher nicht. Was ich „aberwitzig“ finde, ist eher der Umstand, dass der Vorturner der FWS benachbarter Grundeigentümer und Patron der ebenfalls benachbarten Kirche ist. Erinnern Sie sich, dass Ihr Herr Böttel, Quasi-Nachbar des Luftschlossschwimmbades, sich damals für befangen erklärte? Das ist von Herrn Schröder wohl eher nicht

Karte: Google Maps

zu erwarten? Dessen konstruktiver Vorschlag zur Gestaltung des Marktplatzes erschöpfte sich in Abriss des Bestandes und Errichtung eines Parkplatzes. Ist das noch aktuell?

Wenn ich mir solche Ideen ansehe und darüber nachdenke, wie die Planungen der letzten 30 Jahre beschaffen waren, dann spielt es überhaupt keine Rolle, ob die Verantwortlichen 3 Wochen oder 3 Jahrzehnte Bedenkzeit haben. Die Zeit scheint dabei das kleinere Problem zu sein. Wenn Sie sich also empören wollen, dann heben Sie besser darauf ab, dass man die Abstimmung wiederholen möchte, bis das Ergebnis stimmt.

Vielleicht ist Frau Francke mit ihrer Forderung nicht weit genug gegangen

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