Verklausuriert

Sensationeller Fund: Wahlprogramm der CDU!

So könnte er ausgesehen haben
So könnte er ausgesehen haben

Das nach der Wahlschlappe 2008 untergegangene Programm der CDU wurde in einer Klausurtagung am vorvergangenen Wochenende in Lauenburg ausgegraben. Unter großzügiger Mithilfe der öffentlichen Hand und ohne Mühe und Kosten zu scheuen, konnten die Hobbyarchäologen Schwarzenbeks einen für die CDU verloren geglaubten Wahlkampf endgültig wiedergewinnen. Erstaunliche Erkenntnisse wurden errungen, wobei man noch rätselt, wie die Politiker Schwarzenbeks bereits um das Jahr 2008 herum solche Einsichten haben konnten: Wachstum und Gewerbeansiedlung bringt Steuerertrag!

Georg Jellinek: Die normative Kraft...

Georg Jellinek: Die normative Kraft...

Gewaltige Ausgaben fordern ebensolche Einnahmen und wenn man die Ausgaben vorzieht, dann werden die Einnahmen eben um so dringlicher. Wen schert also, dass die CDU in 2008 einen vor den Latz bekam? Die normative Kraft des Faktischen sorgt jetzt dafür, dass eben doch genau deren Kurs verfolgt werden muss. Das ist so ähnlich, wie es bei der kommenden Bundestagswahl zu befürchten ist: Da wurde so viel Mist verzapft, dass es am Ende doch wieder nur für die „große“ Koalition reicht, die in Wahrheit noch nicht einmal eine Mehrheit darstellt, jedenfalls dann nicht, wenn man die Nichtwähler mitzählt.

Frank Ruppert: Ich brauche keine Millionen...

Frank Ruppert: Ich brauche keine Millionen...

Eigentlich war man ja wegen der finanziellen Schieflage und der drückenden Schuldenlast zusammen gekommen. Aber ein putzmunterer Bürgermeister verkündet nun strahlend, dass da alles ja gar nicht so schlimm sei. Verschuldet sind alle, die Abschreibung gilt nicht und die 2 Milliönchen waren halt nicht vorhersehbare Steuerausfälle. Das ist schön, wenn keiner etwas dafür kann und auch niemand etwas dagegen tun muss. Wozu dann aber die Klausurtagung? Ach doch, halt, die Verwaltung überlegt jetzt noch, wo gespart werden kann und am Ende werden es Arbeitsplätze sein. Na ja, und ein paar Steuererhöhungen natürlich, da ja ansonsten keine Fehlbedarfszuweisung erfolgen kann. Wie es der Zufall will, beträgt die dann 2 Millionen und schon ist alles wieder im Lack.

War da noch was? Ach ja, die blaue Karte! Was hat die denn gebracht? Fast zu schön, um wahr zu sein, aber was die Bürger sich am meisten wünschen, ist Harmonie unter den Politikern. Ganz genau: zu schön!

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