Bauboom in Schwarzenbek

Boom: „Phase der Hochkonjunktur; aufgrund von starker Nachfrage sind die Kapazitäten einer Wirtschaft voll ausgelastet. Es herrscht Vollbeschäftigung. Das Lohnniveau steigt, die Preise und die Zinsen ziehen weiter an. Die Produktion wird so lange gesteigert, bis aufgrund übermäßig optimistischer Erwartungen eine Überhitzung des Marktes eintritt (frei nach Wikipedia).“ Und jetzt also Bauboom in Schwarzenbek?


Ja, jedenfalls wenn man der Schwarzenbek’schen Selbstdarstellung glauben möchte. Das ist schon wirklich sagenhaft, wie schnell sich so ein Boom erreichen lässt. Ob „Im Strange“, im „Wohnpark Sachsenwald“ oder im „Lupuspark“, überall wird geboomt. Und neben dem Hallenbad, das doch auch noch gebaut werden soll (jedenfalls sobald die nächste Ausschlussbedingung erfüllt wird), werden ja auch noch 19 Eigenheime entstehen.

Hoffentlich ist das mit dem Bauboom am Ende nicht wie mit dem Aufschwung der Frau Merkel. Ich meine, der war ja auch da, ohne dass man etwas mitbekommen hätte. Und nun ist er schon wieder weg, schade. Jetzt wird ja sogar schon davon geredet, dass wir uns in einer Depression befinden, obwohl die doch bisher immer einem Abschwung folgte. Nun, ich muss das ja nicht verstehen. Ich verstehe ja auch nicht, wenn in den U.S.A. eben noch verteufelt sozialistische Methoden unter einem republikanischen Präsidenten exekutiert werden: „Das Mutterland der Marktwirtschaft verstaatlicht sein Finanzsystem und die Immobilienkredite!“ (Zitat: ZEIT Online). Und dafür benötigt es mal eben 700 Milliarden Dollar, um faule Kredite aufzukaufen.  Aber woher nehmen und nicht stehlen?

Diese verheerende amerikanische Krise zieht natürlich weltweite Konsequenzen nach sich. Wir mussten aber nicht erst auf den Genossen George warten, um zu erkennen, dass es auch hier – weiter – bergab geht. Oder geht es Ihnen etwa nicht spätestens seit 2002 wirtschaftlich in jedem Jahr kontinuierlich schlechter? Nein? Nun, dann sind Sie offenbar auserwählt. Ich bin es leider nicht. Selbst wenn ich wollte, ich könnte an dem Bauboom nicht teilhaben. Solange der aber so aussieht, wie der Baufortschritt im Wohnpark Sachsenwald, werde ich es verschmerzen können, denn dann sieht er so ähnlich aus, wie in „Geesthachts größtem Neubaugebiet aller Zeiten“, bei dem „allerdings … die Vermarktung der Grundstücke“ auch „nicht wie kalkuliert“ läuft. So entnahm ich es der Lauenburgischen Landeszeitung am 18.09.2008:

Selbst eine Geisterstadt hat mehr Häuser...

Selbst eine Geisterstadt hat mehr Häuser…

Bei denen boomt es also auch!

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