The Battle Of Saxo Nia

oder: Streets Of Our Fathers

Die unendlichen Weiten des Pazifik

Die unendlichen Weiten des Pazifik

Heute berichtet die Lauenburgische Landeszeitung vom heldenhaften Kampf der Truppen der KSK um die Eroberung der grünen Hölle, der Weiten des ebenso stillen wie grünen Ozeans des Sachsenwaldes. Ein schier aussichtsloser Kampf, zermürbend, weil scheinbar unendlich. Noch dazu unsichtbar hinter dem 5 Meter hoch aufgeschütteten Lärmschutzwall, weshalb wohl auch ein zu geringer Teil der Bevölkerung Anteil nimmt, Anteile kauft.

Propaganda-Plakat

Propaganda-Plakat

Alle Ankündigungen verhallten weitgehend ungehört, keine noch so ausgebuffte Propaganda konnte bislang für ausreichende Mittel sorgen, selbst die marktschreierisch angedienten „Vorzugskonditionen“ wollten nicht genügend Geld in die Kriegskasse spülen. Was war zu tun, um diese kommunale Angelegenheit wieder in die Köpfe und Herzen der Anwohner und deren Geld in die Pampa zu tragen?

Die Helden von Iwo Jima

Die Helden von Iwo Jima

Wie weiland die kriegsmüden Amerikaner soll nun offenbar ein Foto die bau- und finanzierungsunwilligen Anwohner inspirieren. Galt es damals die unzähligen Inseln des Pazifik zu erobern, gilt es heute 120 Bauinseln zu verticken. Und angesichts des Umstandes, dass nach einem Jahr erst 18 % der „Grundstücke im Grünen“ verkauft sind, steht zu befürchten, dass dieser Stille Ozean am Ende stiller bleibt, als man möchte.

By the way: Haben Sie als Bauträger schon einmal eine Finanzierung angestrebt? Wissen Sie, welchen Anteil Sie schon vor dem ersten Spatenstich verkauft haben müsssen, um einen Kredit zu bekommen?
 
 

Was liegt hinter diesen sieben Bergen?

Was liegt hinter diesen sieben Bergen?

Nun wurden also Straßenschilder aufgestellt, deren Bezeichnungen bezeichnenderweise nicht in einer Eilentscheidung, sondern bereits frühzeitig im Kriegsministerium entschieden wurden. Nobelpreisträger sollten es dieses Mal sein, auch wenn die weder Geld, noch Arbeitsplätze nach Schwarzenbek bringen oder brachten. Die Chance wurde vertan, so mancher Komplementär oder Kommanditist wäre doch dankbar gewesen! Man hätte ja auch ausloben können, dass wer nur genügend Kriegsanleihen…, Verzeihung: Baugrundstücke kauft, einen Straßennamen dazu bekommt.

 

Oder wohnt da hinten Nils Holgersson?

Oder wohnt da hinten Nils Holgersson?

 
So aber steht zu befürchten, dass das „Nobel“-Viertel genau so tot bleibt, wie die Namensgeber. Und der Gedanke daran, was die Amerikaner taten, als ihnen dämmerte, dass sie die verbleibenden 10 Milliarden Inseln kaum würden einzeln erobern können, kann auch nicht fröhlicher stimmen. Uns bleibt nur die konventionelle Methode: Baut den Helden der Selma-Lagerlöf-Straße ein Monument und schickt sie tingeln. Im Gegensatz zu den fotografischen Vorbildern tragen sie ja auch einen Teil der Verantwortung.
 

 

Frank Ruppert, Stefanie Gerigk, Wifried Pieplow und Planer Klaus Jennrich stellen das erste Schild auf.

Von re. nach links: Frank Ruppert, Stefanie Gerigk, Wifried Pieplow und Planer Klaus Jennrich stellen das erste Schild auf.

So wollen wir das am Ende sehen, am liebsten mitten auf dem Ritter-Wulff-Platz (wenn der dann noch so heißt). 
 

 
 

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: