Ganz Schwarzenbek ist eine Party!?

So weit wie Frau Daub in der LL würde ich nicht gehen, wenn auch die Stadt am Sachsenwald tatsächlich am vergangenen Samstag vier Events zu verzeichnen hatte. Nun müssen wir nicht über Begrifflichkeiten streiten, aber als Party würde ich keine dieser Veranstaltungen bezeichnen, bei Party denke ich eher an das, was auch Wikipedia dazu schreibt: 

Insbesondere in der Jugendsprache ist es häufig üblich, jegliche Art von Feier (insbesondere Tanzveranstaltungen), die in einem legeren oder exzessiven Rahmen stattfindet, als Party zu bezeichnen und das Feiern (nicht selten in Verbindung mit übermäßigem Alkoholkonsum) als Party machen zu bezeichnen.

Mächtig Wind und viel Spaß

Mächtig Wind und viel Spaß

Es geht nicht darum, die stattgefundenen Veranstaltungen abzuwerten, im Gegenteil. Ich selbst habe an dem Fest der Franziskusgemeinde teilgenommen und bin mir sicher, dass die Besucher der anderen Festivitäten ähnlich angetan waren. Die Zahl der Gäste spricht dafür, das Wetter tat ein Übriges und auch die heutige Presse spricht sich lobend aus. Dem kann man sich nur anschließen und da das Franziskusfest in der LL bildlich nicht vertreten war, füge ich zwei Bilder hinzu. Neben dem allgemeinen Engagement aller Beteiligten scheint mir besonders bemerkenswert, dass eine Band von 15-jährigen (nach Hörensagen) intensiv probte, um dann wirklich umwerfend zu unterhalten. Ich weiß nicht, ob auch United Four zu so vielen Zugaben aufgefordert wurde, zu wünschen wäre es Ihnen.  😉

Beste Stimmung beim Crocodile Rock!

Beste Stimmung beim Crocodile Rock!

Warum nun aber keine Party? Einfach zu erklären, weil Party für mich Jugendliche und junge Erwachsene integrierte. Und wo war deren Party? Beim Sommerfest im Altersheim, der oben beschriebenen Familienfeier oder der Ferienpass-Veranstaltung? Oder etwa beim Konzert von und für Junggebliebene? Nein, Party war nicht im Angebot und seit das Komasaufen abseits der ARAL Open nun auch verboten ist, wird es wohl noch schwieriger, sich in Schwarzenbek einen Kick zu besorgen.

Bitte schreien Sie jetzt nicht auf! Ich halte es für richtig, die Fürsorgepflicht ernst zu nehmen und die Getränke der Jugendlichen zu kontrollieren, um das dem Wesen nach vernünftige Alkoholverbot auch durchzusetzen. Das kann aber doch nur ein Stein im Mosaik sein, denn in Konsequenz hilft das Besäufnisverbot allein höchstens der Veranstaltung, die dadurch halbwegs gesittet über die Bühne gehen kann. Die juvenilen Alkoholexzessler weichen ja nur aus, die werden dadurch ja nicht etwa einsichtig.

Ich kenne auch keinen Königsweg und vielleicht ist es ja auch naturgemäß nicht möglich, dass Erwachsene Veranstaltungen konzipieren, die auch von Jugendlichen als cool angesehen werden – obwohl das angesichts der Horden von Dumpfbacken, die täglich von den Fernseh- und Radiosendern verarscht werden, schon widerlegt ist. Allerdings reicht es nicht aus, den Jugendlichen den Alkohol zu verbieten und dann die eigenen Feste und sich selbst in Rausch und Drogen abzufeiern.

Nachdem die Stadt mit dem Alkoholverbot den ersten Schritt gemacht hat, muss sie jetzt dringend den zweiten planen: Was außer Verboten kann man den Jugendlichen und jungen Erwachsenen anbieten?

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