To kill a mocking bird

 

Die Timalien (lat.: Timaliidae, engl.: babblers, dt: Schwätzer) sind eine form- und artenreiche Gattung komischer Vögel, die, wenn nicht ausschließlich, dann doch bevorzugt in Deutschland vorkommt. Bekannte Vertreter sind beispielsweise der Zwerg- oder Dünnschnabelsäbler, oder auch die Rostbürzel-, Bindenzwerg- oder Stutzschwanztimalie.

 

 

Timalien sind durch die kurzen, abgerundeten Füße keine guten Fußballer. Sie hüpfen mit ihren kurzen, dünnen Beinen in den unteren Regionen der Tabellen von Spiel zu Spiel oder leben ganz am Boden. Ihre Ernährung besteht aus Gegentoren, Fouls und Fehlpässen, die sie in kleinen Gruppen in Fußballstadien oder in der lichten Vegetation ihrer Gedanken aufspüren. Während der Nahrungssuche bleiben die Vögel durch laute, abwechslungsarme Rufe ständig im Kontakt und gewährleisten so ein Zusammenhalt der Gruppe. Neben ihrer Putzsucht ist die offenbar beständige Unzufriedenheit dieser Tierart bezeichnend.

 

Ein besonders zählebiges Exemplar ist die Silberschweiftimalie, auch Reif- oder Spottdrossel genannt. Einzelne Exemplare wurden anhand ihres unverwechselbaren Gesangs von 1908 bis heute verfolgt und waren trotz immer stärkerer Verdrängung doch nicht totzukriegen. Es ist uns gelungen, einen typischen Gesang aufzuspüren. Überzeugen Sie sich selbst von der tiefen Unzufriedenheit dieser Piepmätze:  Tiefer kann es nicht mehr gehen.

100 Jahre miese Spiele sollen einen wohl unzufrieden machen

 

P.S.: Die Schwätzer sind bitte schön nicht zu verwechseln mit den Eichelhähern, den Wächtern des Waldes, diesen wunderbaren, unverzichtbaren Vögeln, deren Ruf die Tierwelt des Waldes aufschreckt und somit wachsam für die immerwährenden Gefahren macht!   😉

 

One Response to To kill a mocking bird

  1. Ruben says:

    Hallo Mattes,

    eine wunderbare ornithologische Betrachtung. Überreif ist dieser Vogel ja schon lange, aber selten ist er so gut charakterisiert und photographisch eingefangen worden. Der Sielmannpreis des Monats ist Dir sicher. Jetzt heißt es Daumen drücken, dass die rechtsrheinische Rumpelbande die andalusischen Irrwische, Weltmeister- und Niederlandebesiegerbesieger vier zu eins abhobelt. Nicht, weil ich es den Spaniern nicht gönnte, denn sie spielten wenn Sie mussten einen Sicherheitsfußball (Italien), einen Dasreichtauchfußball (Griechenland). einen Duselfußball (Schweden) und einen tollen Fußball (gleich doppelt gegen Rußland), nein, ich hoffe auf die Rumpler, hoffe auf einen Kantersieg, um mich dann am verquasten Gesang dieser Vögel zu ergötzen. Doch diese EM verspottet alle Vorhersager und Auguren und wird wohl auch mir eine Nase drehen, aber solange dass mit so vielen Toren – das Ziel des Spiels – passiert, wie bisher, soll es mir recht sein. Da Fußball ungerecht ist und eher dem Würfeln verwandt ist, erspare ich mir ein: der bessere möge gewinnen. Gewinnen werden die, die mehr Tore schießen und das mit vollem Recht und voll verdient.

    Ob ich diese Mannschaft dafür auch lieben werde, steht auf einem anderen Blatt.

    Es grüßt
    Ruben Ballutschinski

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: