Wenn Träume wahr werden

 Ehrlich, jetzt wird es lächerlich. In der heutigen Ausgabe der Lauenburgischen erschien der nächste Artikel aus der Pressemappe des Gymnasium Schwarzenbek. Jetzt geht für Oberstufenschüler gar ein Traum in Erfüllung, wenn sie auf dem „Kiez“ einen „Poetry Slam“ besuchen, um dann einen ebensolchen in der Schule zu veranstalten. Wenn das nicht die tollste Schule ist!

Auf der Welle solcher und ähnlicher Jubelartikel surfen die Herren Delfs und Ruppert erneut ins Amt. So hilft die Presse, das überflüssige Prestigeobjekt als Erfolg zu verkaufen. Wenn das nicht einseitige, parteiliche Berichterstattung ist, dann weiß ich nichts mehr. Zu aktiven Zeiten als Schulelternbeiratsvorsitzender bekam ich zu hören, dass man nicht permanent über das Gymnasium schreiben könnte. Zumindest das scheint sich geändert zu haben. Liegt es daran, dass man nun nur noch Positives zu vermelden hat?

Dann aber hätte ich einen Vorschlag für einen weiteren Artikel: Schreiben Sie doch einmal etwas über die künftigen Oberstufenprofile im Kreis. Wer bietet was an? Zur Erfolgsstory der „Europaschule Schwarzenbek“ gehört auch, dass es kein Fremdsprachenprofil geben wird. Eigentlich ein Unding, gäbe es da nicht den Ausweg der Ausnahmegenehmigung. Und genau die hat man sich nun holen müssen.

Auszug aus der OAPVO

Aufgrund der Bevölkerungsentwicklung, der Schulreform und vielleicht auch der in letzter Zeit so rührigen Public Relation hat man nun sogar rund 20 Anmeldungen mehr, als in 2003 vorhergesehen. Prima. Vielleicht recherchiert aber auch einmal jemand, wieviele Schülerinnen und Schüler aus dem ehemaligen Einzugsgebiet während ihrer Schullaufbahn zu anderen Gymnasien im Kreis oder nach Hamburg wechselten? Wieviele aus anderen Einzugsgebieten kamen im Gegenzug nach Schwarzenbek? Wer vergleicht das mit der Situation an den anderen Gymnasien im Kreis? Haben wir dann immer noch eine Erfolgsstory?

Diese Schule benötigt mehr als eine glänzende Hülle und Marketing. Sie benötigt – mit Verlaub – einen Tritt in den Hintern! Kein Wunder, dass der Schulleiter den Neubau als „Schnapsidee“ empfand, konnte ihm an öffentlicher Aufmerksamkeit bislang doch kaum gelegen sein. Hätte er ahnen können, dass die veröffentlichte Meinung nur auf die glänzende Hülle schaut, wäre er sicher sofort begeistert gewesen und hätte sich vielleicht sogar eine Tür in sein riesiges Büro einbauen lassen.

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