Wahlen gewinnen

 

Heute stellen sich in der Lauenburgischen Landeszeitung die Schwarzenbeker Kandidaten des Wahlkreises 8 vor. Wenn darin die SPD-Kandidatin erklärt, die Wahl gewinnen zu wollen, dann ist das ehrlich in Ordnung. Warum sie das will, sagt sie uns auch: Es geht um Macht. Sie will welche und dazu meint sie, die absolute Macht der CDU brechen zu müssen. Und an dem Punkt hört es bei mir auf. Denn wo war dieser Wille in den vergangenen 5 Jahren? Und wo ist eigentlich der Unterschied? Richtig, es gibt gar keinen. Auch sie war an der absoluten Macht, zumindest erkenne ich keine wesentliche Entscheidung, bei der es einen Dissens gegeben hätte.

Lauenburgische Landeszeitung

 Finden Sie den Fehler? Senden Sie uns die Lösung, gewinnen Sie ein Wahlversprechen!

 Nun meinen ja viele, in der Kommunalpolitik sei das wichtig und richtig so, da es nur um vernünftige und unvernünftige Entscheidungen ginge und Parteiengezänk völlig fehl am Platze wäre. „Hurra“, rufe ich da aus, „genau das ist es!“ Und wenn – wie in Schwarzenbek – die SPD (sich) ohnehin immer mit der CDU abstimmt (und vice versa), dann ist es auch völlig egal, wer gewinnt. Wahrscheinlich gehen genau deshalb immer weniger zur Wahl.

Es gibt aber einen Unterschied! Denn in das (Stimm-)Verhalten der Abgeordneten überregionaler Parteien spielt unweigerlich immer wieder das Interesse der jeweiligen Parteien ein. Und was wollen die hauptsächlich? Richtig: Wahlen gewinnen und sei es nur, um Proporz zu wahren. Und daher sage ich: „Nein!“ Lasst uns diejenigen wählen, deren Ehrgeiz in Schwarzenbek beginnt und auch endet. Ob das nun die FWS oder die BfB sind, bleibt dem Geschmack überlassen. Jedenfalls ist das Unterschied genug. Auch da gibt es Mitte-Links und Mitte-Rechts. Auch da sind Verwechslungen möglich, durchaus auch zwischen kommunalem und persönlichem Interesse. Warum sollten wir uns zu allem Überfluss auch noch parteipolitischen Ballast an Bord holen?

Kommunalwahl Schwarzenbek 2003 (gerundet) 

Bitte beachten: Es wurden gerade einmal 4.783 gültige Stimmen abgegeben!

Unser Staat ist längst zur Beute der Parteien geworden. Lassen Sie uns die Kommunen zurück erobern! Wir benötigen nur etwa 20 % der Wahlberechtigten für eine absolute Mehrheit der Wählerinitiativen, denn der Rest des Wahlvolkes geht vor lauter Frust schon lange nicht mehr hin.

One Response to Wahlen gewinnen

  1. Wunderbarer Beitrag! Getroffen auf den Punkt.

    Vorab sei erwähnt, dass ich natürlich erfreut sein muss über den Artikel. Ich bin aktives FWS-Mitglied. Nun zum Warum. Es bedrückt mich zutiefst, dass die Zahlen der Wahlbeteiligung immer weiter sinken. Gerade, weil es das direkte Umfeld ist, was mit der Stimme zur Kommunalwahl beeinflusst werden kann. Aber das, was jeder im Kopf hat wenn er nur das Wort Politik oder Wahl hört, ist, dass ohnehin alle das gleiche machen (und verantworten) und es letztlich nicht wesentlich ist, ob „ich“ meinen Stimmzettel abgebe. Meines Erachtens nach sind starre Strukturen der vermeintlich großen Volkspartein dafür verantwortlich, diese transportieren ihr Bild bis in die kleinste demokratische Institution – der Stadtverordnetenversammlung oder dem Gemeinderat. Parteiliche Zwänge und nicht vorhandene Transparenz dominieren das Tagesgeschäft. Der Einzelne kommt nicht zum Zug. Und das in einer Kommune, in der Landes- und Bundespolitik mehr als zweitrangig sind. Nur der Mitbürger erhält kaum Kenntnis darüber.

    Am Ende bleibt mir nur der Aufruf, in jedem Fall wählen zu gehen! Die Stimme durch Fernbleiben zu verschenken, heißt die zu Unterstützen, die man nicht möchte. Die Unterstützung benötigen die Wählergemeinschaften, um die Tranzparenz und das Vertrauen in die Kommunalpolitik zurückzu gewinnen. Denn es geht auch anders!
    Kommunalpolitik heißt Gestalten. Vor Ort. Im direkten Umfeld.

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