Der Weg war umsonst

Wolle mer se durchlosse?Die gute Nachricht vorweg: Die FDP muss sich nicht mehr sorgen. Und auch die Vorstellung von auf offener Straße verblutenden Kindern scheint eher abwegig zu sein. Denn man muss zwar kein Kamel sein, um durch dieses Nadelöhr nicht schlüpfen zu können, tatsächlich aber benutzt nach eigener Anschauung kaum ein Schüler diesen Weg. Ich sah keinen, die offizielle Betrachtung – so heißt es in der Zeitung – erbrachte 25 Personen.

Es steht also zu befürchten, dass durch diese hohle Gasse niemand kommen wird. Und das muss einen auch gar nicht wundern, da man ja von den Planungen völlig abgekommen ist:

Ursprünglich sollten die Busse bis vor die Schule fahren. Ein Zugang über die Straße Finkhütte wurde ausgeschlossen, nicht zuletzt zum Schutz der Pietät am Eingang des Friedhofes. Dabei verstand es sich von selbst, dass die Schüler dann entweder von Nord-West oder vom Südosten her an das Gebäude herangeführt werden müssten. Unter dieser Konzeption war eine Zuwegung zwischen Amtsgericht und Friedhof bei gleichzeitiger Verlegung der Ampel an die Einmündung der Fritz-Reuter-Straße nicht nur sinnvoll, sondern zwingend logisch.

Die Ströme aus dem Mühlenkamp

Nun kam es anders: Die Bushaltestelle wurde nicht verlegt, nicht nur nicht in die Kiss & Go-Zone an der Schule, sondern auch nicht vor das Amtsgericht (ohnehin eine weitere Schnapsidee), sondern blieb in Höhe Finkhütte. Der Zugang zur Schule über die Finkhütte wurde nicht nur nicht gesperrt, sondern großzügig ausgebaut. Woher kam dieser Stimmungswechsel?

Auch ohne Schulweg schon eine problematische Ecke!Ich weiß es nicht. Ich weiß auch nicht, wie die Kirche das findet. Ich frage mich nur, warum dann doch noch der nun völlig überflüssige Weg am Amtsgericht gebaut wurde? Jetzt hat man natürlich das Problem, dass so ein offizieller Schulweg auch eine offizielle Schulwegsicherung erfordert. Allgemein erscheint ja auch unstrittig, dass die vorhandene Ampel an die Finkhütte verlegt werden muss, da dort bis zu 150 Kinder die Fahrbahn queren. Sind nun aber diese 150 wertvollere Güter, als die 25 an der Fritz-Reuter-Straße? Wer erklärt das hinterher den Betroffenen? Es stimmt schon, was gestern in der Zeitung stand: Da hat man einen schönen Bock geschossen!

Wer wird durch diese hohle Gasse kommen?

Nur eines scheint erneut klar: Geld ist in Schwarzenbek überhaupt kein Problem! Denn auch wenn der Weg umsonst ist, kostenlos war er keineswegs. Macht aber nichts. Neben dem überflüssigen Weg zu einem überflüssigen Neubau zahlen wir jetzt halt auch noch eine überflüssige Ampel. Peanuts? Darf es noch ein bisschen mehr sein?

 

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